Freitag, 16. September 2016

Woezon - Bienvenue - Willkommen

Seit 11 Tagen bin ich nun schon in Lomé!
Der Flug war gut, ich habe meine Mitfreiwilligen Stella, Mara und Sjard am Flughafen in Paris gut gefunden und auch mit der Visakontrolle und dem Gepäck lief alles gut. Am  Flughafen in Lomé wurden wir von unserem Ansprechpartner der Partnerorganisation Asevec und den 4 Mädels die in der Woche davor geflogen sind abgeholt.
Dann hieß es ab in die WG, Gepäck abstellen, kurz verschnaufen und dann ging es schon wieder weiter zum Restaurant – diesmal auf dem MOTO! Zum Glück haben uns die anderen ihre Helme geliehen, denn Eigene hatten wir ja noch nicht... Mittlerweile schon und die erste Fahrt war auch bei weitem nicht die Einzige seitdem. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel Spaß macht Motorrad zu fahren!
Im Restaurant angekommen warteten schon die anderen VIA-Freiwilligen und einige Togoern und wir wurden super lieb willkommen geheißen, auf Französisch (Bienvenue) und Ewe (Woezon). Am ersten Abend fiel ich also zufrieden, aber völlig erschöpft vom langen Tag (22 Stunden wach, abgesehen von dem Halbschlaf im Flugzeug) in mein Bett.
Wer sich da jetzt ein klappriges Gestell in einer heruntergekommenen Wohnung vorstellt: Fehlanzeige. Das Haus in dem wir zu siebt wohnen werden ist sehr schön, frisch renoviert und ordentlich. Es gibt 3 Zweierzimmer, 1 Einzelzimmer, 4 Balkone, 1 Küche und 2 Bäder. Gerade die Badezimmer haben mich positiv überrascht, die sind echt ordentlich. Da habe ich in Deutschland schon deutlich schlimmere Badezimmer gesehen!
Und die anderen Zimmer werden auch immer wohnlicher! Im Zimmer von Mara und mir hängen schon zahlreiche Fotos von unseren Familien und Freunden, eine Weltkarte,  eine Lichterkette und vieles mehr...

Am zweiten Abend waren wir dann mit 4 Togolesischen Jungs von Asevec auf einem Stadtfest mit Ständen von Unternehmen, Verkaufsständen und Imbissen. Außerdem wurde auf einer Bühne live Reggae gespielt! 

Reggae – Das macht gute Laune!

Da dauerte es nicht lange bis wir davor anfingen zu tanzen. Als auf einmal Leute mit Kameras neben uns standen und eine Drohne über uns herumschwirrte, die uns filmte, war das dann aber doch recht merkwürdig... Doch irgendwann war auch das egal, wir tanzten einfach und es kam sogar eine Gruppe Kinder mit denen wir tanzten. Ein toller Abend!

Als Weiße fallen wir aber nicht nur auf einem Fest wie diesem auf,  sondern immer sobald wir draußen sind. Wenn wir durch die Straßen laufen rufen uns die Kinder hier nach: „Yovo. Yovo. bonsoir“ (Yovo ist Ewe und bedeutet Weiße*r).
Auch wenn mir das schon vor meinem Abflug nach Lomé bewusst war, so ist es für mich doch eine ungewohnte Situation ständig angeschaut und angesprochen zu werden...

Doch manchmal entsteht aus so etwas auch eine nette Bekanntschaft. In den ersten Tagen in denen ich in Lomé war klingelten 2 Mädchen aus der Nachbarschaft bei uns, Rose und Victorie, die uns seitdem regelmäßig besuchen mit ihren kleinen Schwestern Clarisse und Felicitas. Zusammen haben wir schon Armbänder geflochten, gekocht und viel fotografiert, denn die beiden kleinen fotografieren total gerne!
Dieses Bild hat Felicitas (vorne) gemacht!!

Außerdem haben wir Paul, einen Togoer, kennengelernt, der ein Jahr in Berlin einen Freiwilligendienst gemacht hat, also so wie wir nur umgekehrt.
Er hat uns zum Kochen eingeladen und Cindy, Mara, Judith und ich sind dieser Einladung gerne gefolgt. Gemeinsam mit seinen Freunden Dodo und Bogart waren wir erst einkaufen und dann ging es ans Werk: Tomaten, Zwiebeln und Pimont (ein scharfes Gemüse mit dem gewürzt wird) schneiden und kochen, außerdem Kochbananen und Yamswurzel kleinschneien und frittieren. Yamswurzel schmeckt frittiert so ähnlich wie Pommes. Sehr, sehr lecker!!! 

Bon appétit! Dodo, ich, Mara, Judith, Bogart und Paul (v.l.n.r.) (Foto: Cindy)

Ihr seht also mir geht es gut und hatte einen tollen Einstieg hier in Lomé!
Mittlerweile sind die letzten Togo-Freiwilligen angekommen, unsere WG ist nun in komplett und wir verstehen uns super! Da kann ich nur sagen: Ich freue mich auf das kommende Jahr!

À bientôt, Alina




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