Der Flug war gut, ich habe meine Mitfreiwilligen Stella,
Mara und Sjard am Flughafen in Paris gut gefunden und auch mit der
Visakontrolle und dem Gepäck lief alles gut. Am
Flughafen in Lomé wurden wir von unserem Ansprechpartner der
Partnerorganisation Asevec und den 4 Mädels die in der Woche davor geflogen
sind abgeholt.
Dann hieß es ab in die WG, Gepäck abstellen, kurz
verschnaufen und dann ging es schon wieder weiter zum Restaurant – diesmal auf
dem MOTO! Zum Glück haben uns die anderen ihre Helme geliehen, denn Eigene
hatten wir ja noch nicht... Mittlerweile schon und die erste Fahrt war auch bei
weitem nicht die Einzige seitdem. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so viel
Spaß macht Motorrad zu fahren!
Im Restaurant angekommen warteten schon die anderen VIA-Freiwilligen
und einige Togoern und wir wurden super lieb willkommen geheißen, auf Französisch (Bienvenue) und Ewe (Woezon). Am ersten Abend fiel ich also zufrieden, aber völlig
erschöpft vom langen Tag (22 Stunden wach, abgesehen von dem Halbschlaf im
Flugzeug) in mein Bett.
Und die anderen Zimmer werden auch immer wohnlicher! Im
Zimmer von Mara und mir hängen schon zahlreiche Fotos von unseren Familien und
Freunden, eine Weltkarte, eine
Lichterkette und vieles mehr...
Am zweiten Abend waren wir dann mit 4 Togolesischen Jungs
von Asevec auf einem Stadtfest mit Ständen von Unternehmen, Verkaufsständen und
Imbissen. Außerdem wurde auf einer Bühne live Reggae gespielt!
Reggae – Das macht gute Laune!
Da dauerte es nicht lange bis wir davor anfingen zu tanzen. Als
auf einmal Leute mit Kameras neben uns standen und eine Drohne über uns
herumschwirrte, die uns filmte, war das dann aber doch recht merkwürdig... Doch
irgendwann war auch das egal, wir tanzten einfach und es kam sogar eine Gruppe
Kinder mit denen wir tanzten. Ein toller Abend!
Als Weiße fallen wir aber nicht nur auf einem Fest wie
diesem auf, sondern immer sobald wir
draußen sind. Wenn wir durch die Straßen laufen rufen uns die Kinder hier nach:
„Yovo. Yovo. bonsoir“ (Yovo ist Ewe und bedeutet Weiße*r).
Auch wenn mir das schon vor meinem Abflug nach Lomé bewusst
war, so ist es für mich doch eine ungewohnte Situation ständig angeschaut und
angesprochen zu werden...
Doch manchmal entsteht aus so etwas auch eine nette
Bekanntschaft. In den ersten Tagen in denen ich in Lomé war klingelten 2
Mädchen aus der Nachbarschaft bei uns, Rose und Victorie, die uns seitdem
regelmäßig besuchen mit ihren kleinen Schwestern Clarisse und Felicitas.
Zusammen haben wir schon Armbänder geflochten, gekocht und viel fotografiert,
denn die beiden kleinen fotografieren total gerne!
Dieses Bild hat Felicitas (vorne) gemacht!!
Außerdem haben wir Paul, einen Togoer, kennengelernt, der ein Jahr
in Berlin einen Freiwilligendienst gemacht hat, also so wie wir nur umgekehrt.
Er hat uns zum Kochen eingeladen und Cindy, Mara, Judith und
ich sind dieser Einladung gerne gefolgt. Gemeinsam mit seinen Freunden Dodo und
Bogart waren wir erst einkaufen und dann ging es ans Werk: Tomaten, Zwiebeln
und Pimont (ein scharfes Gemüse mit dem gewürzt wird) schneiden und kochen,
außerdem Kochbananen und Yamswurzel kleinschneien und frittieren. Yamswurzel
schmeckt frittiert so ähnlich wie Pommes. Sehr, sehr lecker!!!
Ihr seht also mir geht es gut und hatte einen tollen
Einstieg hier in Lomé!
Mittlerweile sind die letzten Togo-Freiwilligen angekommen,
unsere WG ist nun in komplett und wir verstehen uns super! Da kann ich nur
sagen: Ich freue mich auf das kommende Jahr!
À bientôt, Alina
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